Gedenkort „Platz des 9. November 1989“ wird eingeweiht

Die CDU Pankow stellt mit Freude fest, dass fast zehn Jahre nach Einreichen eines entsprechenden Antrages der CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow (BVV), endlich der umgestaltete Platz an der Böse-Brücke (Bornholmer Straße) offiziell zum Gedenkort „Platz des 9. November 1989“ erklärt wird. Eine entsprechende Vorlage hat das Bezirksamt Pankow jüngst eingereicht.
Die CDU Pankow hat sich über viele Jahre stetig für diesen Gedenkort eingesetzt, der symbolisch für das Ende der zweiten Diktatur auf deutschem Boden und die erzwungene Spaltung unseres Volkes im 20. Jahrhundert steht.
 
Der Kreisvorsitzende, Gottfried Ludewig, MdA und Johannes Kraft, Fraktionsvorsitzender der CDU in der BVV, erklären hierzu: „Endlich erfährt dieser Ort im Bezirk, der für eine weltgeschichtliche Zäsur steht, eine angemessene Würdigung. Jeder, der die damaligen Ereignisse miterlebt hat, weiß, was er an diesem historischen Abend getan hat.“
 
Am Abend des 9. November 1989 fanden sich 10.000 Ostberliner friedlich am Grenzübergang „Bornholmer Straße“ ein und forderten die Öffnung der Mauer an der Böse-Brücke. Der Grenzübergang wurde nur auf deren Druck hin geöffnet. Tausende DDR-Bürger besuchten anschließend erstmals in ihrem Leben den Westteil der Stadt und wurden freudig begrüßt. Der Weg zur Deutschen Einheit war geebnet.
 
„Wir danken voller Erfurcht diesen Menschen, die ihr Recht auf Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie einforderten. Wir danken ihnen für ihren außerordentlichen Mut. Sie agierten unter Lebensgefahr, hätten zu langen Haftstrafen verurteilt werden können. Freuen wir uns heute wie damals, dass es friedlich blieb und die Deutsche Einheit geglückt ist“, so Ludewig und Kraft weiter.
 
Der friedliche Verlauf im November 1989 war nicht zwangsläufig.
 
An historischem Ort wird am 9. November diesen Jahres eine ökumenische Andacht abgehalten. Eine gute Tradition, seit nunmehr zehn Jahren, die um 20:30 Uhr beginnt.
 
„Halten wir einen Moment inne und schöpfen dort die Kraft für die kommenden Aufgaben. Halten wir aber auch inne für die Opfer des nationalsozialistischen Terrors. Der 9. November ist der hellste Tag des Deutschen Volkes im 20. Jahrhundert, aber auch einer der dunkelsten. Bei aller Freude darf dies nicht vergessen werden“, so Ludewig und Kraft abschließend.