Anlässlich des Wittenberger Stadtfestes „Luthers Hochzeit“, das am vergangenen Wochenende von über 100.000 Menschen besucht wurde, forderte der ehemalige Berliner Gesundheitssenator Dr. Peter Luther Papst Benedikt XVI. auf, seinen Vorfahren Dr. Martin Luther endlich zu rehabilitieren.
„Luthers Absicht sei damals gewesen, die Kirche besser zu machen, sie eben zu reformieren, nicht zu spalten. Es wäre das richtige Zeichen zur richtigen Zeit, Martin Luther endlich von der Ketzerliste zu streichen. Seine Verdienste, die nicht allein im Thesenanschlag zu sehen sind, seien unumstritten und gerade von einem renommierten Wissenschaftler der Theologie, wie der Papst einer sei, kaum in Zweifel zu ziehen. Es wäre ein Signal der Ökumene, ein Signal, das die Christen wieder ein wenig enger zusammenrücken ließe. Es wäre auch eine Ermutigung für alle Menschen, die für ihre Überzeugungen kämpfen und sich trotz starken Widerstandes nicht einschüchtern lassen. Martin Luther sei bestes Beispiel für einen aufrechten Christenmenschen.“
Dr. Peter Luther schickte die Botschaft als “Dr. Martin Luther“ nach Rom. In dieser Rolle stand er drei Tage im Mittelpunkt des großen Festes von „Luthers Hochzeit“ in Wittenberg, einem der „größten und schönsten Stadtfeste Deutschlands“. Die Rolle, die mit Peter Luther erstmals ein Luther-Nachfahre übernommen habe sei der richtige Zeitpunkt und der richtige Ort für diese Botschaft an den Pabst.
Dr. Peter Luther, der für die CDU im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt, dessen Vizepräsident er auch war, ist sich sicher, dass die Botschaft in Rom ankommt.“ 2017, also in zehn Jahren, begehen wir den 500. Jahrestag des Thesenanschlags von Wittenberg. Ein halbes Jahrtausend Zeit zur Begutachtung der Leistungen von Luther und eine deutsch sprechender Papst seien gute Voraussetzungen für eine Rehabilitierung des Reformators. Immerhin habe Rom auch anerkannt, dass die Erde keine Scheibe mehr sei!“ Dr. Peter Luther: „Gefahr drohe dem Pabst und der Katholischen Kirche weniger von der evangelischen Kirche, den Lutheranern, sondern viel mehr anderen, aggressiveren Religions- Auffassungen“.
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