WILHELMSRUH. Die Sportgemeinschaft SG Bergmann-Borsig hat einen neuen Präsidenten.
Professor Jochen Walther wünscht seinem Nachfolger Martin Federlein viel Erfolg in seinem Präsidentenamt, der Vizepräsident Jürgen Klupsch und Schatzmeister Bernhard Antmann werden ihn nach Kräften unterstützen. Foto: BWDer Pankower Stadtrat für Bürgerdienste und Wohnen, Martin Federlein (CDU), wurde von der Mitgliederversammlung mit 97 Prozent der Stimmen in dieses Amt gewählt. Er übernimmt die Präsidentschaft von Professor Jochen Walther, der nicht mehr für dieses Amt kandidierte. Der 81-jährige Tennissportler führte den Verein in den vergangenen 15 Jahren. Bereits seit über 60 Jahren ist Walther Mitglied im Verein. Der scheidende Präsident konnte seinem Nachfolger, der in der Abteilung Ballspiele Mitglied ist, einen finanziell soliden Verein mit über 1300 Sportlern und einer guten Altersmischung übergeben. 19 Prozent der Vereinsmitglieder sind Kinder und Jugendliche, 37 Prozent sind über 50 Jahre alt.
In über 60 Abteilungen und Sportgruppen betätigen sich die Mitglieder. Die Bandbreite der Sportangebote reicht von Aerobic und Bogenschießen über Basketball, Kegeln und Ninjutsu bis Yoga. Größte Abteilung ist heute die Tennisabteilung, gefolgt von drei Bogenschützenabteilungen. Bei den Bogenschützen ist der Verein auch äußert erfolgreich: Er hat Olympiasieger, Welt- und Europameister in seinen Reihen.
Neben diesen großen hat der Verein auch viele kleinere Sportgruppen. Dazu zählen beispielsweise unterschiedliche Gymnastik- und Volleyballgruppen. „Die sind über den Bezirk territorial so verstreut, dass wir sie und ihre Trainingszeiten nicht einfach zusammenlegen könnten“, berichtet der neue Präsident, der vor Amtsantritt die meisten Sportgruppen des Vereins besuchte. „Ich wollte mir persönlich ein Bild machen“, erklärt er.
Begonnen hatte die Geschichte der SG Bergmann-Borsig mit der Handballabteilung. Am 8. April 1946 erhielt die damalige Spielgemeinschaft Wilhelmsruh von den Behörden die Erlaubnis zum Sportbetrieb. Im August 1950 wurde die Spielgemeinschaft Wilhelmsruh zur Betriebssportgemeinschaft von Bergmann-Borsig. Weitere Sektionen wurden gegründet. Die Betriebssportgemeinschaft hatte bis zu 3000 Mitglieder.
Die SG Bergmann-Borsig versteht sich heute vor allem als Dachverein. „Wir stehen neuen Sportgruppen immer aufgeschlossen gegenüber“, so Federlein. Viele der Sportgruppen wollen keinen eigenen Verein gründen und schließen sich darum dem bestehenden Großverein an. Mit seinem Vorstand möchte der neue Präsident für Kontinuität bei der weiteren Entwicklung der Sportgemeinschaft sorgen. „Die Förderung des Leistungs- und Breitensports steht dabei ganz vorne“, so Federlein. „Auch streben wir eine noch stärkere Verknüpfung von Schulsportarbeitsgemeinschaften und unseren Sportabteilungen an. “Außerdem will der Verein seine Kontakte zu Behinderteneinrichtungen intensivieren. Immerhin engagiert sich die SG
Bergmann-Borsig seit Jahren für die Special Olympics, ein wichtiges Sportereignis für geistig behinderte Menschen.
Als einen wichtigen Eckpfeiler seiner Arbeit sieht der neue Präsident das ehrenamtliche Engagement der rund 200 Trainer, Übungsleiter und Vereinsfunktionäre. „Ohne sie könnte der Verein überhaupt nicht existieren.“ Von seinem Vorgänger bekam der Neue auch gleich noch ein wichtiges Anliegen mit auf den Weg: „Wir brauchen eine weitere Anlage für die Bogenschützen“, so Professor Jochen Walther. „Die Bogenschützen sind ein Aushängeschild unseres Vereins. Wir haben die Chance, eine zweite Anlage an der Rennbahnstraße zu errichten. Ich hoffe, dass Martin Federlein diese Chance nutzen kann.“ BW
Weitere Informationen zum Verein gibt es unter www.sg-bergmann-borsig.de. Die Vereinsgeschäftsstelle in der Hertzstraße 61 ist unter Tel: 91 77 22 58 zu erreichen.